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Grabenwerkstatt


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Grabenwerkstatt


 
 

Die Grabenwerkstatt

 

Gegründet wurde die Grabenwerkstatt 2014, die Idee dafür entstand allerdings schon ein Jahr davor, als wir gemeinsam in Neuseeland bei Pyramid Valley Vineyards arbeiteten und dabei eine neue, für uns bis heute prägende Weinwelt kennenlernten. Biodynamische Prinzipien spielen dabei genauso eine Rolle wie die akribische Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Rebstock, Handarbeit und der Versuch, dem Geist des Ortes auf die Spur zu kommen.  

Die Grabenwerkstatt steht folglich und vor allem für Herkunft und die definiert sich für uns durch die oft extremen natürlichen Voraussetzungen im Spitzer Graben. Wir versuchen jede einzelne Riede in ihrer Essenz zu verstehen, ihren Eigenheiten sukzessive auf den Grund zu gehen und sie so präzis wie möglich in unseren Weinen nachzuerzählen. Eleganz, Vitalität, Struktur und natürliche Tiefe sind entscheidende Parameter.

Wir setzen dabei einzig und allein auf Grünen Veltliner und Riesling. Das ist vor allem der Überzeugung geschuldet, dass die beiden Sorten das ganze Potenzial des Spitzer Grabens am besten wiedergeben. Es hat aber auch mit unseren ganz persönlichen Vorlieben zu tun. Und denen sollte man unbedingt Platz einräumen – denn letztlich kann man vermutlich nur dann eigenständige und charaktervolle Weine keltern, wenn man sich mit vollster Überzeugung und Begeisterung mit ihnen identifizieren kann.

 
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Wir


Wir


 

MICHAEL LINKE - in Michaels Brust schlagen mehrere Herzen. Unverwechselbar Pfälzer ist er seit vielen Jahren tief in der Wachau verwurzelt. Dazu war er stets angezogen von der anderen Seite der Welt. 2005 tourte er erstmals durch Australien und wunderte sich, warum der Riesling dort so anders schmeckte als in Deidesheim und Umgebung. Australien wurde immer wieder zum Ziel, Riesling blieb steter Gefährte. Auch im darauffolgenden Jahr als er – völlig ahnungslos – sechs Monate lang bei Dr. Deinhard (heute von Winning) arbeitete und die essentiellen Handgriffe im Weingarten und Keller kennenlernte. Die Fachhochschule in Geisenheim war ein logischer Schritt, internationale Weinwirtschaft für ein paar Jahr das vorherrschende Thema. 2009 überschritt er abermals Grenzen und praktizierte in Österreich bei der Domäne Wachau. Fasziniert von den Terrassen blieb er für drei Jahre. 

2012 setzte er sich dann gemeinsam mit Franz (siehe links) nach Australien ab und später nach Neuseeland über. Akarua und Pyramid Valley Vineyards waren entscheidende Stationen, wo er sein Wissen über biodynamischen Weinbau vertiefte. Zurück in Europa zog es ihn für ein kurzes aber nachhaltiges Intermezzo in die Pfalz zu Bürklin-Wolf. Die Monate, die er dort im Keller zwischen Stahltanks und Holzfässern verbrachte, vervollständigten sein Verständnis einer natürlichen Weinwerdung und prägen ihn bis heute.      

Im April 2014 machte er sich dann „fürs erste endgültig“ in die Wachau auf. Tagsüber arbeitet er in der Weinhandlung Fohringer in Spitz, nachts und am Wochenende in der Grabenwerkstatt.

 
 

FRANZ HOFBAUER - ein Kind der Wachau, jedoch eines der wenigen, das ohne eigenen Weingarten aufgewachsen ist. Mit der Gründung der Grabenwerkstatt hat sich das geändert, wobei sein berufliches Leben auch schon davor stets vom Wein geprägt war. Sprungbrett in die Weinwelt war wie bei so vielen anderen Wein & Co. In diese Jahre fiel die Ausbildung zum Weinakademiker (Abschluss 2005) und die fortwährende Auseinandersetzung mit Weinstilen rund um den Globus. Was folgte war ein ständiges Pendeln zwischen zwei Weinwelten, die weiter nicht voneinander entfernt hätten sein können. Auf die Domäne Wachau folgten Felton Road (Central Otago/NZ), Sepp & Georg Högl (Wachau), Pyramid Valley Vineyards (Canterbury/NZ) und das Weingut Hirtzberger (abermals Wachau). 

Rote Fäden gibt es gleich mehrere: die wichtigsten sind die bis heute bestehenden Verbindungen mit allen Weingütern und Freundschaften mit ihren Protagonisten. Und dann ist da noch der Riesling. Der nimmt in allen Weingütern, in denen er arbeitete, eine Hauptrolle ein – es liegt folglich auf der Hand, dass auch die Grabenwerkstatt ihren Fokus auf eine der größten und spannendsten Sorten der Welt gerichtet hat.

 

 
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Natur &Kultur


Natur &Kultur


 

Weinbau ist ein ewiges Wechselspiel aus natürlichen Faktoren und kulturellen Eingriffen. Ziel sollte ein ausgewogener und lebendiger Wein-Garten sein, in dem die Reben den Ton angeben, gleichzeitig jedoch nur die Basis für ein möglichst komplexes Ökosystem bilden. 

Wir verwenden folglich weder systemischen Pflanzenschutz noch Kunstdünger. Wir behandeln unsere Böden & Reben einzig und allein mit biodynamischen Präparaten, Tees, Schwefel und Kupfer (in möglichst geringen Mengen). Wir besitzen keinen Traktor, arbeiten per Hand, mit Schubkarren, Hacken und Kübeln. Das mag aufwendig sein, es lohnt sich aber auch. So können wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Rebstocks eingehen und lernen sukzessive seine Eigenheiten kennen. Wir pflegen, dort wo wir die Möglichkeit haben, alte Reben und setzen in bisweilen extremen Lagen neue Pflanzen aus.  Alte Weingärten sind ganzjährig begrünt, in den jungen Anlagen bereichern zumindest den Winter über zusätzliche Pflanzen das Bodenleben. Wir suchen in kühlen Parzellen Bodennähe, um den Reben zusätzliche Wärme zu bieten. Arbeiten akribisch an den Laubwänden, um für entsprechende Durchlüftung zu sorgen. Und lesen exakt dann, wenn die Trauben reif sind. Nicht früher aber eben auch nicht später.

Das – und noch vieles mehr – sind die Grundvoraussetzungen. Der Rest ist Wein.

 

 
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Verwandlung


Verwandlung


 

Die Metamorphose von Trauben in Wein ist ein großartiger natürlicher Prozess und als solchen verstehen wir ihn auch. Wir lassen entstehen, beobachten und begleiten. Alle unsere Weine werden spontanvergoren. Die für uns intensivste Zeit findet während des Gärprozesses statt. Wir wärmen den Most mit Heizdecken, damit die natürliche Gärung in Schwung kommt. Wir riechen täglich am Wein, folgen seiner Entwicklung und achten auch während der Gärung exakt auf die Temperaturen, wobei wir durchaus Temperaturen bis zu 24°C akzeptieren. Einzig wenn die Gärung zu wild und stürmisch wird, kühlen wir mit kaltem Wasser.

Fertig vergoren, bleiben unsere Weine auf der Hefe in Stahltanks – ein Kompromiss, der einzige. Holz wäre uns lieber, doch da wir in einer Garage arbeiten, fehlt zum einen der Platz und gelegentlich lassen wir auch ökonomische Vernunft walten. Dortbleiben die Weine so lange, bis sie ihr natürliches Gleichgewicht gefunden haben. Das hängt ganz entscheidend vom Jahrgang ab und kann folglich von Jahr zu Jahr variieren. Wir schönen und filtern keinen unserer Weine. Wir lassen die Finger von potenziellen Eingriffen, geben einzig vor der Flaschenfüllung Sulfite bei.